Deutscher Bundestag

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Der Deutsche Bundestag vergibt im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms im nächsten Programmjahr 2014/2015 voraussichtlich 360 Schüler-Stipendien für ein Austauschjahr in den USA. Dieses gemeinsame Programm vom Deutschen Bundestag und dem amerikanischen Kongress besteht bereits seit mehr als 25 Jahren. Ab sofort können sich SchülerInnen sowie junge Berufstätige dafür bewerben.

285 SchülerInnen besuchen in Amerika die High School. 75 junge Berufstätige gehen auf das College und absolvieren anschließend ein Praktikum in einem amerikanischen Betrieb. Das Stipendium umfasst die Reise-, Programm- sowie notwendige Versicherungskosten. Die StipendiatInnen leben in amerikanischen Gastfamilien.

Die regionalen Bundestagsabgeordneten nominieren die StipendiatInnen und übernehmen für sie eine Patenschaft. Auch die grüne Bundestagsabgeordnete Beate Walter-Rosenheimer aus Germering würde sich freuen, wenn sie als Patin ausgewählt würde und möchte nun SchülerInnen und junge Berufstätige dazu ermuntern, sich für das Austausch-Programm zu bewerben. Beate Walter-Rosenheimer erklärt: „Das Stipendium bietet eine einmalige Gelegenheit, als junge Botschafter in die USA zu gehen. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich viele junge Menschen aus den Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck ihre Chance ergreifen würden."

Die Kinderkommission unter der derzeitigen Vorsitzenden Beate Walter-Rosenheimer hat drei Sachverständige für die öffentliche Anhörung eingeladen:

Melanie Bittner, Autorin der Studie "Geschlechterkonstruktionen und die Darstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* (LSBTI) in Schulbüchern. Eine gleichstellungsorientierte Analyse im Auftrag der Max-Traeger-Stiftung der GEW"
Conny Kempe-Schälicke, Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Christian Naumann, SchLAu NRW, Schwules Netzwerk NRW e. V.

Schon nach dem Bericht von Christian Naumann war klar, dass dieses Thema noch immer aktuell und dringlich ist. Auch wenn in der Politik über Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften diskutiert wird, sich Prominente zu ihrer Homosexualität bekennen und große Teile der Bevölkerung dafür sind, die Ehe für Lesben und Schwule zu öffnen, in Schulen scheint sich nicht viel geändert zu haben.

Herr Naumann gab den Mitgliedern der KiKo einen sehr bewegenden Bericht über seine Schulzeit: „Ich wollte immer so sein, wie andere" und ja, „irgendwann war Selbstmord ein Thema". Diese Worte erschüttern, wirklich erstaunlich sind sie nicht, ist doch die Selbstmordrate unter queeren Jugendlichen vier mal so hoch wie bei Heterosexuellen. Viele Jugendlichen outen sich nicht, aus Angst gemobbt zu werden, aus Angst im Abseits zu stehen.

Nachdem heute im Wirtschaftsausschuss des Bundestages die schwarz-gelbe Mehrheit zum vierten Mal die Beratung eines bündnisgrünen Gesetzentwurfs für ein zentrales Register über korruptive und unzuverlässige Unternehmen verweigerte, erklären Beate Walter-Rosenheimer, Obfrau im Wirtschaftsausschuss, und Hans-Christian Ströbele, Mitglied im Rechtsausschuss:

Mit dieser undemokratischen Verzögerungstaktik wollen Union und FDP das rettende Ende der Wahlperiode erreichen und eine Schlussberatung des Gesetzentwurfs vereiteln. So hoffen sie der Peinlichkeit zu entgehen, im Plenum des Bundestages offen gegen schärfere Korruptionsbekämpfung stimmen zu müssen. Denn dafür wäre laut einhelliger Expertenmeinung das zentrale Unternehmensregister unverzichtbar, das der grüne Gesetzentwurf vorsieht.

Beate Walter-Rosenheimer Bild