Deutscher Bundestag

Ich habe der Bundesregierung eine Schriftliche Frage zur Ausstattung der Gesundheitsämter in Zeiten des Coronavirus gestellt. Die Antwort ist nicht unbefriedigend.

Hier finden Sie die Antwort der Bundesregierung im Wortlaut.

Der Schutz der Menschen und gerade der Risikogruppen von chronisch Kranken und Menschen über 60 Jahren vor dem Corona-Virus darf nicht vom Wohnort abhängen. 

Die Verantwortung einzig und allein auf die jeweiligen lokalen Gesundheitsämter und das Robert-Koch-Institut abzuwälzen, wie Herr Spahn das tut und wie die Antwort auf meine Schriftliche Frage auch noch einmal  untermauert, ist kurzsichtig und gefährlich. 

Viele Gesundheitsämter sind personell nicht gut aufgestellt, weil sie jahrelang nicht ausreichend finanziell ausgestattet wurden. Ihnen die ganze Verantwortung aufzubürden, ob beispielsweise Großveranstaltungen abgesagt werden oder nicht, ist in Zeiten wie diesen, in denen eine Pandemie befürchtet wird oder sogar schon eingetreten ist, fahrlässig.

Anlässlich der heutigen Vorstellung des Abschlussberichtes der Arbeitsgruppe „Kinder psychisch und suchtkranker Eltern" erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Sprecherin für Jugendpolitik:

Kinder psychisch kranker Eltern sind häufig auf sich allein gestellt, ihnen muss endlich geholfen werden.
Wenn Eltern psychisch erkranken oder an einer Suchterkrankung leiden, hat das Auswirkungen auf die ganze Familie. Eigentlich sollten Eltern Sorge für Ihre Kinder tragen. Bei Kindern aus Suchtfamilien oder mit psychisch erkrankten Elternteilen ist es oft andersrum: Die Kinder fühlen sich für ihre Eltern und das Funktionieren der Familie im Alltag verantwortlich. Expertinnen und Experten sprechen hier von Parentifizierung.

Diese Verantwortung ist nicht alters- und kindgerecht. Zusätzlich belastet werden sie häufig durch den aus Angst vor Stigmatisierung immer noch sehr hohen Schweigedruck in den Familien.

Internationaler Frauentag Zum Internationalen Frauentag am 8. März erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Grüne Bundestagsabgeordnete: 

Frauen macht Politik! Frauen traut Euch! Frauen zeigt Euch! 

Das ist auch 2020 noch eine wichtige Botschaft zum Internationalen Frauentag.

Obwohl der Frauenanteil in Deutschland bei 51 Prozent liegt, sind immer noch viel zu wenig Frauen Mandatsträgerinnen. So sitzen im Deutschen Bundestag aktuell nur etwa 30 Prozent Frauen, das ist sogar ein Rückschritt im Vergleich zur vorherigen Wahlperiode. Und das, obwohl viele Parteien seit Jahren das Problem erkannt haben. Fortschritt sieht anders aus und wird einer modernen Gesellschaft, in der Frauen und Männer gleichberechtigt und gleichbeteiligt zusammen leben, nicht gerecht. 

Einige Parteien haben erkennbare Probleme ihre Listen für Kommunal- und Bundestagswahlen mit Frauen zu besetzen. Warum? Weil Frauen sich nicht trauen, weil Frauen immer noch überproportional mit Haus- und Carearbeit beschäftigt sind. Und weil Männer in der Parteiarbeit zwar häufig dankbar sind, wenn Frauen Schriftführerinnen und Beisitzerinnen werden, aber die Ellbogen ausfahren, wenn es um die Verteilung von Listenplätzen geht.  

Beate Walter-Rosenheimer Bild